Was ist Rassismus?
Rassismus wird - gestützt auf die Definition der Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB des Bundes, verstanden als
Eine Ideologie und/oder eine Praxis, die Menschen aufgrund ihrer Physiognomie und/oder ihrer tatsächlichen oder zugeschriebenen ethnischen, nationalen oder religiösen Zugehörigkeit einteilt und hierarchisiert. Menschen werden nicht als Individuen behandelt, sondern als Mitglieder pseudo-natürlicher Gruppen («Rassen»). Als solche werden ihnen kollektive und unveränderbare minderwertige moralische, kulturelle oder intellektuelle Eigenschaften zugeschrieben.
Diese Praxis zeigt sich nicht nur in ideologisch fundiertem (böswilligem) Handeln, sondern findet oftmals unabsichtlich oder gar unbewusst statt (Alltagsrassismus). So kennt Rassismus viele Gesichter und manifestiert sich gemäss FRB:
- in Vorurteilen, Stereotypen, Feindlichkeit oder Aggressionen
- in Formen institutioneller und struktureller sowie direkter oder indirekter Diskriminierung
- in rassistisch motivierten strafbaren Handlungen (Hassverbrechen) wie Angriffe auf die körperliche Integrität oder das Eigentum von Personen oder Institutionen
- mündlichen und schriftlichen Äusserungen und Hetze, die zu Gewalt, Hass oder Diskriminierung aufstacheln (Hassrede)
Rassismus wird historisch, sozial und kulturell vermittelt und ist in den gesellschaftlichen Strukturen verankert (Struktureller Rassismus). Rassismus ist folglich ein gesamtgesellschaftliches Thema, welches als solches angegangen werden muss.
Siehe Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB, Glossar (Glossar)